Selbstversorgungsgarten

Der in 2015 angelegte 5000 m² große Selbstversorgungsgarten ist ein nachhaltiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit und Selbstversorgung unseres Projektes in Omomas. 

Mit dem Garten möchten wir erreichen, dass ein möglichst großer Teil des im Care Center verwendeten Obst und Gemüses aus eigenem Anbau kommt und der Bedarf an Lebensmitteln, die in Windhoek eingekauft werden müssen, so gering wie möglich gehalten und somit Kosten eingespart werden können. Die Ernte wird genauestens dokumentiert und die Entwicklung im Verhältnis zu den zugekauften Lebensmitteln verfolgt.  

Neben der Bedeutung des Gartens für die autarke Versorgung und die objektive Kosteneinsparung ist die Nutzung des Gartens für edukative Zwecke von großem Stellenwert. Zwei mal wöchentlich finden mit unseren Schülern Gartentrainings statt, die ihnen praktische, lebensnahe und zukunftsrelevante Fähigkeiten vermitteln sollen. Zudem steigern die Trainings die Akzeptanz und das Verständnis für eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Dies wird noch einmal bestärkt durch das einmal wöchentliche Praktikanten-Kochen, bei dem explizit Obst und Gemüse aus eigenem Anbau verwendet wird. So erfahren und erleben die Kinder den positiven Nutzen von landwirtschaftlichen Fähigkeiten hautnah. Den Stolz auf die gemeinsam erwirtschaftete Ernte inbegriffen. 

Der Garten ist nicht nur für uns im Omomas Care Center eine große Bereicherung, sondern stärkt auch die Verknüpfung mit der Community. Für Anwohner aus der Gegend besteht die Möglichkeit ein eigenes kleines Stück Garten zu bewirtschaften und Obst und Gemüse zur eigenen Versorgung anzubauen. Darüber hinaus wurden mit der Errichtung des Gartens zwei weitere Arbeitsplätze geschaffen. Neben der Versorgung des Gartens leiten unsere Gärtner (in Zusammenarbeit mit den Praktikanten) auch die Trainings mit den Kindern.  Zwei der Gärtner waren früher selber Schüler in Omomas und haben die Bewirtschaftung des Landes zu ihrem Beruf gemacht. Sie können heute stolz sein ihr Wissen an die Schüler weitergeben zu können.  

Um qualitativ hochwertige Trainings zu gewährleisten, erhalten wir regelmäßig Unterstützung aus Deutschland. So zum Beispiel durch den SES (Senior Expert Service) Bonn, welcher ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte zur Weitergabe von Wissen und Erfahrung in Projekte wie unseres schickt. Ziel ist die Stärkung der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ für eine nachhaltige Entwicklung.